KNC im Finanzsektor und was diese 3 Buchstaben eigentlich bedeuten

Posted by media on 13.01.2020 09:30:00

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Auch wenn der Begriff "Know Your Customer" den meisten von uns nichts sagt, hat er in der Geschäftswelt eine sehr wichtige Bedeutung. Der "Know Your Customer"-Prozess, abgekürzt durch KYC, ist das Verfahren, das in der Finanzbranche angewendet wird, um die Identität der Kunden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, wie der vierten europäischen Richtlinie zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche, zu überprüfen.

Angesichts der Probleme im Zusammenhang mit Korruption, Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche ist die KYC-Politik zu einem grundlegenden Instrument bei der Bekämpfung illegaler Transaktionen im Bereich der internationalen Finanzen geworden. 

Im folgenden Beitrag gehen wir auf dieses Thema ein und zeigen, wie Signaturit diese persönliche Erkennung auf elektronische, agile und sichere Weise ermöglicht.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

    Índice

  • Know Your Customer (KYC) como medida antifraude

  • ¿En qué consiste el procedimiento Know Your Customer?

    + ¿Qué es el onboarding digital en una entidad financiera?

  • ¿Cómo Signaturit puede mejorar el proceso KYC?

+ Autentificación de la identidad digital con DNI

  • ¿Qué aporta el onboarding digital a la banca?

  • Conclusión

    Index

  • Know Your Customer (KYC) als Betrugsschutzmaßnahme

  • Wie sieht der Know Your Customer-Prozess aus?

    Wie sieht das digitale Onboarding in einem Finanzinstitut aus?

  • Wie kann Signaturit den KYC-Prozess verbessern?

Authentifizierung der digitalen Identität mittels Ausweis

  • Was bringt das digitale Onboarding für die Banken?

  • Fazit

 

Know Your Customer (KYC) als Betrugsschutzmaßnahme

Für die internationale Finanzwelt sind Geldwäsche und die Finanzierung des Terrorismus zwei der größten Bedrohungen, die es zu bekämpfen gilt. In Europa ist im Juni 2017 die vierte Richtlinie zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML4) in Kraft getreten. Diese stellt ein Regelwerk dar, das es den Finanzinstituten ermöglicht, sich gegen diese Bedrohungen zu schützen.

Zu den neuen Verpflichtungen, die durch diese AML4-Richtlinie eingeführt wurden, gehört die Anforderung an die Finanzinstitute, die Identität früherer und künftiger Kunden zu überwachen - was wir unter KYC verstehen - und diese Daten mit der Zentralregierung zu teilen.

Einerseits müssen sie eine formelle Identifizierung der Kunden durch Vorlage des Personalausweises, des Passes und der Einwohnermeldenummer für ausländische Kunden vornehmen. Zum anderen sind sie verpflichtet, eine vollständige Identifizierung durchzuführen, das heißt, sie müssen beispielsweise jederzeit wissen, wer die Person, die ein Konto eröffnet, tatsächlich ist.

Aber auf Grund der steigenden Nutzung des Internets und der neuen Technologien für finanzielle Anfragen und Transaktionen ist diese persönliche Identifizierung zu einer der wirksamsten Maßnahmen zur Verhinderung von Online-Betrug geworden.

 Know Your Customer (KYC) als Anti-Betrugs-Mittel


Wie sieht der Know Your Customer-Prozess aus?

Um den internationalen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu entsprechen, sollten KYC-Verfahren in der ersten Phase jeder Geschäftsbeziehung mit einem neuen Kunden implementiert werden.

KYC beginnt mit der Aufgabe, persönliche Daten zu sammeln, um zu überprüfen, ob die Kunden die sind, für die sie sich ausgeben. Im Finanzsektor geht es um die Überprüfung ihrer Identität durch Dokumente, zum Beispiel den nationalen Personalausweis. 

Bei einigen Finanzinstituten wird dieser Prozess noch vor Ort und auf Papier durchgeführt, bei anderen ist er bereits zu einem 100 % digitalen Prozess geworden, der sogar die Verwendung zusätzlicher biometrischer Kontrollen wie Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung zur Identifikation des Dokumenteninhabers einschließt.

Dieses System zur Überprüfung der digitalen Identität ermöglicht es Banken, Kundendaten automatisch zu erfassen, die in Geschäftssysteme wie CRM integriert werden können, um den Onboarding-Prozess zu optimieren.

Von dort aus kann die Bank einen hypothetischen Plan erstellen, wie das Konto des Kunden in der nahen Zukunft aussehen sollte, und die Kontoaktivitäten des Kunden überwachen, um sicherzustellen, dass nichts fehl am Platz oder verdächtig ist.

Kurz gesagt ist dies ein Identifikationsprozess des Kunden, der die Zusammenstellung und Analyse von Identifikationsdokumenten, die Verifizierung der Daten gegen Datenbanken von Drittanbietern, die Erstellung einer Prognose des Nutzerverhaltens und die Überwachung dieses Verhaltens auf Konsistenz umfasst.

 


💡  Wie sieht das digitale Onboarding in einem Finanzinstitut aus?

Digitales Onboarding ist der nicht präsentielle Identifikationsprozess, der es Interessenten ermöglicht, sich zu 100 % online bei Finanzinstituten zu registrieren (über das Internet, Smartphone, etc.).

Der Kunde braucht weder vor Ort sein, noch muss er Verträge oder Formulare in Papierform unterschreiben, da der Prozess über jeden Computer oder jedes mobile Gerät durchgeführt werden kann.

 

Wie kann Signaturit den KYC-Prozess verbessern?

Für Banken oder jedes Finanzinstitute ist es heutzutage unerlässlich, ihren potenziellen Kunden die Möglichkeit zu bieten, sich online zu identifizieren. Dadurch wird vermieden, dass sie irgendwann während des Onboarding-Prozesses die Büros der Bank besuchen müssen, ein Faktor, der heutzutage eine Abschreckung für die neuen, 100 % digitalen Generationen darstellt.

Durch Signaturit benötigt der Kunde für die Registrierung bei einem Finanzinstitut lediglich einen Internetzugang, einen Computer oder ein mobiles Gerät.

In diesem Sinne bieten wir bei Signaturit unsere fortschrittliche elektronische Signaturlösung bereits Unternehmen aus dem Finanzsektor an, die ihren Kunden die Möglichkeit bieschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu entsprechen, sollten KYC-Verfahren in der ersten Phase jeder Geschäftsbeziehung mit einem neuen Kunden implementiert werden.

Unsere fortschrittliche Lösung für elektronische Signaturen ermöglicht es, den Unterzeichner eindeutig zu identifizieren. Wie erreichen wir das? Dank der Tatsache, dass wir die biometrischen Daten des Unterzeichners sammeln - dazu gehören Geschwindigkeit, Beschleunigung und Netzdruck, sowie Geolokalisierung, Gerät und IP-Adresse, von der aus die entsprechenden Dokumente unterschrieben werden.  

Damit halten wir uns an das europäische Gesetz zur Regelung der elektronischen Signaturen, Verordnung (EU) Nr. 910/2014.

Darüber hinaus bieten wir bei Signaturit 5 Authentifizierungssysteme an, die es uns ermöglichen, die Identität der Unterzeichner zu gewährleisten. Diese Systeme werden als Ergänzung zu einer fortgeschrittenen Anwendung für elektronische Signaturen eingesetzt.

Von diesen fünf Authentisierungssystemen wäre eines biometrisch - die Stimmverifikation - und die übrigen wären Authentifizierungsmethoden, die auf etwas basieren, was der Benutzer hat: ein Foto, einen Anhang, eine SMS oder seinen Ausweis (Erkennung durch den MRZ-Code).

Das letztere System der Authentifizierung mittels Ausweisdokumenten wäre für diese finanziellen Anwendungsfälle perfekt geeignet. 

 

Authentifizierung der digitalen Identität mittels Ausweis

Die auf der Vorlage des Personalausweises basierende Online-Authentifizierungsmethode, die als Authentifizierung durch optische Zeichenerkennung (OCR) bezeichnet wird, besteht darin, den MRZ-Code dieser Dokumente zu lesen und ihn mit den übrigen darin enthaltenen Daten zu vergleichen, um zu wissen, ob eines dieser Dokumente verändert wurde.

Bei Signaturit stellen wir zwei Optionen für seine Verwendung vor:

  1. Der Benutzer kann beide Seiten des Ausweises fotografieren. Wenn das Bild auf Signaturit hochgeladen wird, erfassen wir alle Informationen auf dem Ausweis und bestätigen, dass dieser nicht manipuliert wurde.
  2. Der Benutzer kann ein Foto seines Ausweises anhängen, das bereits auf seinem Computer oder Mobilgerät gespeichert ist. Auch in diesem Fall erfassen wir die Daten und überprüfen, dass die Informationen nicht manipuliert wurden.

Technisch gesehen ist es unsere Aufgabe, den MRZ-Code der ID zu verifizieren, also den Code, der auf der Rückseite erscheint und für jede Person einzigartig ist. Dieser Code wird durch einen Algorithmus generiert und basiert auf den Informationen, die in jedem Ausweis enthalten sind.

Wenn also jemand die Daten auf seinem Ausweis ändert, würde der MRZ-Code nicht mehr mit den gescannten Informationen übereinstimmen und unser System würde ihn als ungültigen Ausweis erkennen. Das gleiche Verfahren wird angewendet, wenn ein Reisepass als Ausweisdokument vorgelegt wird.

 

Authentifizierung_der_digitalen_Identität_Signaturit_blog


Was bringt das digitale Onboarding für die Banken?

  • verbesserte Kundenzufriedenheit und -bindung
  • das Finanzinstitut muss diese Aufgabe nicht mehr manuell erledigen und kann seine Ressourcen für andere, wertvollere Ziele einsetzen
  • verkürzte Verwaltungszeiten
  • erhebliche Kostenreduzierung durch digitale Onboarding-Prozesse sowohl im materiellen als auch im personellen Bereich
  • erhöhtes Geschäftsvolumen, da mit dem digitalen Onboarding die Abbruchrate aufgrund der Einfachheit und Agilität deutlich reduziert wird.

 

Fazit

Know Your Customer Praktiken reagieren nicht nur auf das Bedürfnis eines Unternehmens zu wissen, wer sein Benutzer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wirklich ist, es ist ebenfalls ein effektiver Weg, um das Betrugsrisiko zu reduzieren.

KYC ermöglicht es Unternehmen, sich zu schützen, indem sie sicherstellen, dass sie ihre Geschäfte legal und mit rechtmäßigen Einheiten tätigen, und schützt auch Personen, die sonst durch Finanzkriminalität geschädigt werden könnten.

Darüber hinaus hat die technologische Innovation im Finanzsektor bei diesem Kundenidentifizierungsprozess aufgrund seiner vielen Vorteile Priorität: weniger Papier, größere Datengenauigkeit und besserer Kundenservice bei gleichzeitiger Sicherstellung der Einhaltung von Vorschriften in Echtzeit.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.


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Tags: Finanzbranche

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