Wie leitet man den digitalen Wandel in einer Firma ein?

Posted by media on 22.10.2019 18:28:04

9 Kernfragen zur Digitalisierung Ihrer Firma_blog_banner_DE

Die digitale Transformation der Unternehmen verdeutlicht den großen Widerspruch der digitalen Wirtschaft: Es besteht eine hohe Nachfrage sowie eine große Bereitschaft, auf den Zug aufzuspringen, aber zugleich auch eine extreme Unsicherheit darüber, wie dies zu tun ist.

In diesem Beitrag werden wir versuchen, den Konflikt durch 8 - beziehungsweise 9 - Fragen zu lösen, deren Antworten Unternehmen einen Leitfaden bietet, wie sie ihren Digitalisierungsprozess am besten durchführen können.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.


Índice

     - 9. ¿Estás proporcionando a tus empleados las herramientas que                       necesitan para ser más eficientes?

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      9. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern die Tools zur Verfügung, die sie benötigen, um effizienter zu sein?

 

Digitaler Wandel: 9 Fragen, die zu klären sind

 

1. Wissen Sie, in welchen Bereichen die Rentabilität der Digitalisierung am empfindlichsten ist?

Die digitale Transformation ist ein Prozess, dessen Wirkung in allen Abteilungen gleichzeitig ist. Es gibt jedoch immer einige Bereiche, deren Digitalisierung stärker mit der Rentabilität verknüpft ist als andere.

Deshalb ist es wichtig, genau diese Bereiche zu identifizieren, um ihnen zu Beginn des digitalen Transformationsprozesses und bei der Festlegung des Budgets für seine Durchführung Priorität zu geben.

2. Wissen Sie, welche Punkte auf der Customer Journey am wichtigsten sind?

Die Customer Journey (zu deutsch: "Kundenreise") umfasst alle möglichen Interaktionen zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden.

In einem Einzelhandelsunternehmen beispielsweise reicht die Kundenreise vom Besuch eines physischen Ladens, über die Recherche zum Produkt im Internet bis hin zur Abwicklung des Kaufs über das Handy oder die Verwendung eines Rabattcoupons.

Es ist von entscheidender Bedeutung, all diese Wege zu erfassen, denn die digitale Transformation dreht sich hauptsächlich um deren Anpassung, damit jede Art von Interaktion zwischen Kunde und Unternehmen so intuitiv und logisch wie möglich verläuft.


Was ist eine Customer Journey Map?

Eine customer journey map (zu deutsch: Karte der Kundenreise) ist ein Diagramm oder eine Grafik, die die Phasen und vor allem auch Lücken (gaps) zeigt, die Kunden durchlaufen, wenn sie mit dem Unternehmen interagieren. Sie umfasst den Zeitpunkt des Online-Kaufs von Produkten bis hin zum Zeitpunkt des Zugangs zum Kundenservice.

Das Ziel einer Customer Journey Map ist es, die Lücken zu identifizieren, die in diesen Phasen bestehen können und die das Kundenerlebnis beeinträchtigen:

  • Lücken zwischen den Geräten: wenn ein Benutzer von einem Gerät zum anderen wechselt;
  • Abteilungsübergreifende Lücken: Wenn ein Kunde das Gleiche zweimal erklären muss, kommt es zu einem Ausfall der internen Kommunikation oder des Informationsflusses.
  • Lücken zwischen den Kanälen: zum Beispiel, wenn ein Benutzer über ein soziales Netzwerk mit dem Unternehmen interagiert und anschließend direkt über ein Formular auf der Webseite. Wird das Unternehmen erkennen, dass es in beiden Fällen mit derselben Person interagiert und wissen, was seine Bedürfnisse sind?

Quelle: TechTarget’s Salesforce Resource.


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Quelle: MarTech Kongress.


3. Gibt es eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teams in Ihrem Unternehmen?

Um den digitalen Wandel erfolgreich durchführen zu können, ist es unerlässlich, dass die verschiedenen Abteilungen zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren.

Wie wir bereits im vorherigen Punkt erwähnt haben, ist eines der Ziele der Customer Journey Map mangelnde Kommunikation zu erkennen. Dies ist in der Tat besonders wichtig, da sich genau daraus die Lücken bilden können, die sich auf dem Weg der Interaktionen mit dem Unternehmen negativ auf das Kundenerlebnis auswirken.

Es ist uns sich schon allen passiert, dass wir das gleiche Problem zweimal erklären müssen, wenn wir einen Kundendienst kontaktieren und von zwei verschiedenen Personen betreut werden.

Daher ist die Beantwortung der Frage, ob es eine Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen in unserem Unternehmen gibt oder nicht, der Schlüssel zur Bewältigung eines Prozesses der digitalen Transformation, da sie einen Hinweis darauf gibt, wo der Schwerpunkt zur Verbesserung des Kundenerlebnisses liegen sollte.

4. Wie stehen Sie zum Trial-and-Error-Ansatz?

Unternehmen, die ihre digitale Transformation erfolgreich durchführen, folgen in der Regel der Tendenz, agile Methoden zu implementieren: um ein Produkt auf den Markt zu bringen, beginnen sie zunächst mit einem Konzept. Dieses wird kontinuierlich von den Kunden getestet und durch deren Feedback so verfeinert, dass, wenn die Einführung auf den Markt schließlich erfolgt, man sicher ist, das es funktionieren wird.

Auf diese Weise vermeiden sie langwierige Planungszyklen, die auf Annahmen oder ungenauen Marktstudien basieren und das Risiko mit sich bringen, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das niemand haben will.

In einem unserer Beiträge haben wir bereits über agile Methoden und deren Anwendung in IT-Abteilung vorgestellt.

5. Ist Ihre Budgetverteilung flexibel?

Die Budgets vieler Unternehmen sind oft die großen Feinde ihrer digitalen Transformation, und zwar aus zwei wesentlichen Gründen.

Erstens, weil sie nicht ausreichen: der finanzielle Bedarf für die Durchführung eines digitalen Transformationsprozesses wird oft unterschätzt.

Und zweitens, weil das Ergebnis (ROI) der Maßnahmen zur Durchführung eines digitalen Transformationsprozesses in der Regel nicht gemessen wird: das bedeutet, dass nicht bekannt ist, was funktioniert und was nicht.

In diesem Fall kann das Budget nicht angepasst werden, um weiterhin in die Entwicklung dessen zu investieren, was funktioniert – oder die Implementierung eines Produkts oder Prozesses auf die gesamte Organisation auszudehnen, statt in Ressourcen zu investieren, die nicht die gewünschten Ergebnisse bringen.


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6. Werden Ideen, die den Status quo infrage stellen, berücksichtigt?

Wenn Sie den digitalen Wandel Ihres Unternehmens erfolgreich gestalten wollen, müssen Sie Ihren Mitarbeitern eine Stimme geben. Sowohl denen, die das Geschäft bis ins letzte Detail aufgrund ihres Werdegangs innerhalb des Unternehmens und ihrer Erfahrung in der Branche kennen, als auch Neuzugängen von Fachkräften der digitalen Generation oder neuen Mitarbeitern mit alternativen Hintergründen.

Gerade Digital Natives, sowie Fachleute aus anderen Sektoren sind diejenigen, die am besten in der Lage Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das liegt vor allem daran, dass sie aufgrund ihrer geringeren Kenntnisse des Sektors nicht vorgeprägt sind und bestimmte Faktoren als selbstverständlich und unveränderbar ansehen.

Es ist demnach unerlässlich, über Mechanismen zu verfügen, die es jedem ermöglichen, den Status quo des Unternehmens oder der Branche infrage zu stellen. Ermöglichen Sie es beispielsweise allen Mitarbeitern, sich frei zu äußern und Ihre Vorschläge einzubringen, um im Prozess der digitalen Transformation gemeinsam voranzukommen.

 

7. Ist die Belegschaft handlungsberechtigt?

Um Ideen frei und ohne Angst vor Veränderungen vorzuschlagen, müssen sich die Mitarbeiter befähigt fühlen, jede von ihnen vorgeschlagene Initiative zu leiten.

Um sich intensiv zu engagieren und das Beste aus sich herauszuholen, sei es als Leiter einer Eigeninitiative oder als Mitwirkender an der Umsetzung eines neuen Prozesses in der Abteilung oder im Team, ist es wichtig, dass sie den Respekt und das Vertrauen ihrer Vorgesetzten wahrnehmen.

Bei der Förderung der Mitarbeiter geht es darum, dass sie sich in der Lage fühlen, sowohl ihre alltäglichen Aufgaben als auch neue Herausforderungen zu erfüllen. Andernfalls werden sich ihre Einstellungen und Routinen wahrscheinlich durchsetzen und sie daran hindern, einen Änderungsvorschlag umzusetzen.

 

8. Koordinieren Sie die Umsetzung aller Ihrer digitalen Initiativen?

Selbst Unternehmen, die die oben genannten sieben Fragen richtig beantwortet haben, werden wahrscheinlich scheitern, wenn sie diese letzten nicht mit "Ja" beantworten: Werden alle digitalen Transformationsprojekte koordiniert oder stehen Maßnahmen aus, die der freien Entwicklung überlassen sind?

In Anbetracht der Notwendigkeit, ein Unternehmen so schnell wie möglich in die digitale Welt zu überführen, müssen die nötigen Initiativen und Projekte zu ihrer Verwirklichung parallel gestartet und natürlich mit der Geschäftsstrategie abgestimmt werden.

Werden diese Projekte jedoch nicht koordiniert, wird nicht berücksichtigt, wie sie zusammenhängen und wie sie nicht organisationsweit (und kohärent) umgesetzt werden können. Dies führt zwangsläufig zu einem Scheitern des Digitalisierungsprozesses.


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Obwohl sich diese acht Fragen panoramisch und umfassend mit den Herausforderungen der digitalen Transformation befassen, erlauben wir uns bei Signaturit, diesen Fragebogen mit einer letzten Frage zu vervollständigen.

9. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern die Tools zur Verfügung, die sie benötigen, um effizienter zu sein?

In Anbetracht der Tatsache, dass der Erfolg eines jeden Projekts letztlich eine Frage des Timings ist, ist es unerlässlich, leistungsfähige Teams zu haben, um ein digitales Transformationsprojekt umzusetzen. Dafür sind zwei Variablen entscheidend: Wissen und Technologie.

Seitens der Technologie stellt sich die Frage, wie man sich wiederholenden Aufgaben automatisiert und somit Zeit spart, um diese der "Idee" an sich zu widmen. Das bedeutet, mehr über die Strategie nachzudenken, mehr Zeit für Prozessoptimierungsaufgaben zu investieren, mehr Zeit für die Verbesserung der Projektkoordination, für eine bessere Kommunikation mit den Kunden, für eine bessere Dateninterpretation usw. (die Aktivität hängt von jeder Abteilung ab) zur Verfügung zu haben.

 

Fazit 

Signaturit ist eine Lösung, die den Prozess der Unterzeichnung von Dokumenten automatisiert, ihn agil macht und den Papierverbrauch reduziert.

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Dieser Beitrag ist auch auf  Englisch verfügbar.


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Bemerkung: Dieser Beitrag basiert auf einem von McKinsey publizierten Artikel mit dem Titel Nine questions to help you get your digital transformation right, der von den Experten Karel Dörner und Jürgen Meffert ausgearbeitet wurde.

Tags: Digitale Transformation

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